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Schon in den 1980er-Jahren gründete Gerhard Stäbler die AKTIVE MUSIK in Essen und akzentuierte – ab den 1990er-Jahren gemeinsam mit Kunsu Shim – zunächst viele Jahre mit ruhrgebietsweiten Festivals (Höhepunkt: Weltmusiktage 1995 in Essen) und danach mit vielen innovativen Veranstaltungen die jeweils aktuell-engagierte Musik mit Schwerpunkt in Essen. Von 2000 bis 2010 etablierten Shim und Stäbler auf Einladung von Christoph Brockhaus, dem langjährigen Direktor des Lehmbruck Museums, den EarPort im Duisburger Innenhafen als Ort für experimentelle Musik und Begegnung zwischen den Künsten. 2011 gründeten sie die Düsseldorfer Initiative d.ZENT, die seitdem mit PerformanceKonzerten und Projekten in verschiedensten Kulturinstitutionen der Landeshauptstadt hervorgetreten ist. In diesem Umfeld haben sie kontinuierliche Arbeitsbeziehungen zu gleichgesinnten Musikern und Musikerinnen aufgebaut, die im EarPort Ensemble oder als Gäste auftreten. 

Seit der Wiedereröffnung des EarPort im Oktober 2015 realisieren Shim und Stäbler zahlreiche Konzepte in nachhaltiger Kooperation mit Partnern aus der Region wie Schlosstheater Moers, DIE GROSSE Kunstausstellung NRW (Kunstpalast Düsseldorf), Kunsthalle Düsseldorf, K20 Düsseldorf (Kunstsammlung NRW), NRW-Forum Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Schloss Benrath, Muziek Biennale Niederrhein, Essener Forum für Kunst und Architektur, Kunstlabor Essen, Philharmonie Essen, Musikbibliothek Essen, aber auch nationalen und internationalen Partnern wie Diözese Würzburg, OPENING Festival Trier, Bergen Festival, Borealis Festival, LONDON EAR Festival, MusikTheaterLabor der Bruckner Privatuniversität Linz, Creative Performance Lab des Conservatorium van Amsterdam u.v.a. In der „Pandemie-Saison“ 2020/21 setzten Shim & Stäbler große Projekte wie TIEFEN·SCHÄRFE – zwei Performance-Konzerte im Rahmen der Muziek Biennale Niederrhein – oder die Konzertserie Quadrophonien in Kollaboration mit Komponisten aus der Ukraine, Großbritannien und Südkorea digital um.

Regelmäßige Gastspielreisen als Komponisten, PerformanceKünstler und Dozenten führen Shim und Stäbler nach Japan, Korea, Norwegen, Portugal, Großbritannien sowie in die Niederlande, die Türkei, die USA (2018 an die Universitäten von North Texas/Denton, Chicago und Northwestern/Evanston) sowie nach Südamerika (2022 als  Gastprofessoren an die Fakultät der Künste der Universidad de la República de Uruguay in Montevideo). Aus dem Aufenthalt als Artists-in-Residence an der Künstlerresidenz GALATA der Kunststiftung NRW in Istanbul 2022/23 haben sich enge künstlerische Beziehungen zum Museum ARTER, zu mehreren Istanbuler Universitäten und zum renommierten HEZARFEN Ensemble entwickelt. Eine kontinuierliche Arbeitsbeziehung verbindet Shim und Stäbler zudem mit dem Ensemble Grupo de Música Contemporânea de Lisboa, was 2023 und 2024 zu Einladungen beim Festival de Música Contemporânea de Lisboa und beim VI. Internationalen Kompositionswettbewerb GMCL/Jorge Peixinho, Gastspielreisen nach Portugal und im künstlerischen Austausch weiteren Konzerten in Weimar, auf den Azoren und in Duisburg (mit einer von MKW und Kunststiftung NRW geförderten DVD-Aufnahme) führte. Langjährige Verbindungen gibt es auch zu dem koreanischen Videokünstler Kyungwoo Chun: Seit 2009 sind aus dem gemeinsamen Projekt TRIALOG eine Buchveröffentlichung, Konzerte und Workshops (u.a. 2018 mit Aufführungen im Seoul Oil Tank Culture Park) hervorgegangen.
    
Höhepunkte 2025 umfassen die Einladung zum Neujahrskonzert von AuditivVokal Dresden in das dortige Leonhardi-Museum, Workshops und Performance-Konzerte in Istanbul (ARTER Museum, Mimar Sinan Fine Arts University und Österreichisches Kulturforum), die Mitwirkung im Ausstellungsprojekt IM KINOSAAL der Kunsthalle Düsseldorf sowie im November eine Gastspielreise zu Konzerten und Workshops im Rahmen von TRIALOG in Seoul/Korea.   

2022 erschien im ARE-Verlag Bochum die Publikation DAZWISCHEN. Die Zusammenarbeit der Komponisten Kunsu Shim und Gerhard Stäbler, herausgegeben von Elisabeth von Leliwa. Aktuelle CD-Veröffentlichungen der Edition EarPort umfassen drei Portrait-CDs (Kunsu Shim: Kammermusik, Gerhard Stäbler: DAY BY DAY, Gerhard Stäbler: Papier · Wort · Tod · Spur) sowie den Live-Mitschnitt des kooperativen Konzepts MAGISCHE SPIELE.   

2025 wurde der Vorlass von Shim und Stäbler – mit Kompositionen und einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten – dem Rheinischen Musikarchiv unter der Ägide des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf angegliedert.

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